Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  45. Hügelgräberfeld ‚Hutweide’ bei Hummersdorf
(Stadtgemeinde Bad Radkersburg,
Katastralgemeinde Hummersdorf)
     

Öffnungszeiten/
Kontakt:

Das Hügelgräberfeld ‚Hutweide’ bei Hummersdorf kann ganzjährig besichtigt werden.

Anfahrt:
Auf der A9 von Graz in Richtung Slowenien bis zur Ausfahrt Vogau/Straß und weiter in östlicher Richtung zuerst auf der L 208 bis Gosdorf und dann auf der B 69 bis Halbenrain. Ca. 1 km nach dem östlichen Ortsende von Halbenrain nach links, Richtung Dornau, auf die L 284 ‚Hummersdorferstraße‘ abbiegen, auf der man zuerst in nordöstlicher dann südöstlicher Richtung, vorbei an Dornau und über den Drauchenbach (auch Hartelbach genannt) und Ledererbach, nach ca. 2 km Hummersdorf errreicht. Das Gräberfeld befindet sich am nordöstlichen Ortsende, zu erreichen über die Dorfstraße Hummersdorf, die (bei Haus Nr. 3) von der L 284 Richtung Norden abzweigt (Hinweistafel), in einem kleinen Waldstück südlich entlang der Bahnlinie. (Anfahrt von Bad Radkersburg: Zuerst in nördlicher Richtung auf der L 204, Radkersburgerstraße, bisweilen auch Fehringerstraße genannt, Richtung Klöch, vorbei am Gasthof Brunnenstadl und über die Bahnlinie bis zur Abzweigung links nach Hummersdorf (Tafel ‚Römerzeitliche Hügelgräber’). Nach ca. 700 m erneut über die Bahnlinie und gleich rechts nach der Ortstafel Hummersdorf, bei Haus-Nr. 3, wieder der Hinweistafel zu den Hügelgräbern folgen.)


GPS-Koordinaten:
N 46.708535° –
E 15.98296°

So finden Sie
das Hügelgräberfeld 'Hutweide'

Das in einem lichten Waldstück unmittelbar östlich von Hummersdorf gelegene und in der wissenschaftlichen Literatur schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannte Hügelgräberfeld ‚Hutweide’ umfasst heute noch insgesamt 24 Grabhügel.
 
Das seit 1995 unter Denkmalschutz stehende Gräberfeld erstreckt sich südlich entlang der ÖBB-Bahnlinie von Spielfeld-Strass nach Bad Radkersburg in ebenem Gelände in mehreren parallelen Reihen. Diese sind in nordwest-südöstlicher Richtung auf einer Länge von ca. 150 Metern angeordnet, wobei möglicherweise weitere, einst im Nordosten des Gräberfeldes gelegene Tumuli dem Bahnbau (in den Jahren vor 1885) zum Opfer fielen. Die größeren Hügel erreichen noch Höhen von bis zu vier Metern, bei Durchmessern bis zu 25 Metern, die kleineren Grabhügel Höhen von einem Meter bis eineinhalb Metern und Durchmesser von sieben bis neun Metern. Trotz älterer Störungen und etlicher Grabungstrichter hat sich das Gräberfeld insgesamt recht gut erhalten.
 
Altfunde aus dem 19. Jahrhundert (Keramik, Fibeln, Münzen), die zum Teil im Museum im alten Zeughaus in Bad Radkersburg (vgl. hier Nr. 47) ausgestellt sind, weisen auf die römerzeitliche Entstehung des markanten Gräberfeldes hin. Ein in Hummersdorf bereits im Jahre 1844 entdeckter und heute ebenfalls im Bad Radkersburger Museum präsentierter urnenfelderzeitlicher Bronzedepotfund besteht aus mehreren Sicheln und Gussklumpen sowie je drei Lanzenspitzen und Beilen (zwei Tüllenbeile und ein Lappenbeil), wobei die Zusammengehörigkeit der Stücke aufgrund ihrer unterschiedlichen Patina nicht ganz gesichert scheint. Datiert wird der Hummersdorfer Bronzedepotfund in die frühe bzw. ältere Urnenfelderzeit (1.300 – 1.100 v. Chr.), wodurch eine Besiedlung (oder zumindest Begehung) dieser Gegend bereits mehr als ein Jahrtausend vor der Römerzeit belegt wird.


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