Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  44. Hügelgräberfeld ‚Neuwiesen’ bei Halbenrain
(Marktgemeinde Halbenrain,
Katastralgemeinden Dornau und Halbenrain)
     

Öffnungszeiten/
Kontakt:

Das Hügelgräberfeld ‚Neuwiesen’ bei Halbenrain kann ganzjährig besichtigt werden.

Anfahrt:
Auf der A9 (Pyhrnautobahn) von Graz in Richtung Slowenien bis zur Ausfahrt Vogau/Straß. Von dort weiter Richtung Bad Radkersburg zuerst auf der L 208 bis Gosdorf und dann auf der B 69 (Südsteirische Grenzstraße) bis Halbenrain. Am östlichen Ortsende links dem Wegweiser ‚Pridahof’ (auf dem ‚Lahndörflweg‘) zuerst kurz nach Nordosten, dann, gleich nach der Brücke über den Drauchenbach (auch Hartelbach genannt) nach Südosten folgend, erreicht man, vorbei am Wasserwerk Halbenrain, nach ca. 800 m einen unbeschrankten Bahnübergang. Das Gräberfeld befindet sich im Wald östlich und südöstlich des Bahnübergangs (also südlich des Lahndörflwegs), zu beiden Seiten des Bahndamms.


GPS-Koordinaten:
N 46.71865° –
E 15.96510°

So finden Sie
das Hügelgräberfeld "Neuwiesen"

Gut einen Kilometer östlich von Halbenrain liegt im Wald beiderseits der Bahnlinie von Spielfeld-Strass nach Bad Radkersburg das seit 1995 denkmalgeschützte Hügelgräberfeld ‚Neuwiesen’. Es weist noch etwa 30 Grabhügel auf, die Höhen von knapp über einem halben Meter bis zu zwei Metern und Durchmesser von neun bis 16 Metern erreichen.
Beinahe alle Grabhügel befinden sich auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Dornau, lediglich vier im Nordwesten des Gräberfeldes gelegene Tumuli gehören noch zur Katastralgemeinde Halbenrain. Auffällig ist die ungewöhnliche Form des im Nordwesten ziemlich schmalen und langgestreckten Gräberfeldes, das sich in einer S-förmig geschwungenen Linie etwa 200 Meter Richtung Südosten erstreckt (mit einer deutlichen Verbreiterung der Nekropole im Süden). In der wissenschaftlichen Literatur des 19. Jahrhunderts wird das Halbenrainer (bzw. Dornauer) Gräberfeld erstaunlicherweise nicht erwähnt.
 
Die zahlreicheren und in ihrer Erscheinungsform auch eindrucksvolleren Hügel liegen nördlich der Bahntrasse, in leicht ansteigendem Waldgelände, während die Tumuli südlich der Bahnlinie in eher flachem Gelände an einen Altarm des Drauchenbachs (auch Hartelbachs genannt) grenzen. Durch seine Einwirkungen wurden einige der Grabhügel im Süden des Gräberfeldes bereits stark in Mitleidenschaft gezogen, so wie man leider auch beim Bau der Bahntrasse Ende des 19. Jahrhunderts zumindest vier Grabhügel nördlich der Bahnlinie ‚halbierte’ und teilweise auch abtrug.
 
Trotz der bei mehreren Tumuli sichtbaren Spuren älterer Störungen liegen bislang keine Fundstücke vor, die zur Datierung der Grabhügel herangezogen werden könnten. Denn auch der angebliche Fund eines Kruges mit drei Münzen im Jahre 1934 (im Bereich der Tumuli Nr. 24 – 27) kann nicht bestätigt werden, da diese Fundstücke heute nicht mehr auffindbar sind. Nach Art und Lage der Grabhügel wird das Hügelgräberfeld ‚Neuwiesen‘ aber wohl in die römische Kaiserzeit, also in die ersten Jahrhunderte n. Chr., zu datieren sein.


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