Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  27 ‚Türkenschanze’ bei Dedenitz
(Ortsgemeinde Radkersburg Umgebung,
Katastralgemeinde Dedenitz)
     

Öffnungszeiten:
Die ‚Türkenschanze’ bei Dedenitz kann ganzjährig besichtigt werden.

Kontakt, Anfragen:


Anfahrt:
Von Bad Radkersburg in östlicher Richtung nach Sicheldorf. Dort gleich am Ortsanfang nach links zum Dorf Dedenitz, von wo im NO ein Feldweg zu der hier die Staatsgrenze nach Slowenien bildenden Kutschenitza führt. Davor, in einem kleinen Wäldchen, die wallartige Schanze (kleine Tafel: ‚Geschützter Landschaftsteil’).


GPS-Koordinaten:
N 46.692417 –
E 16.037300

So finden Sie
die Türkenschanze

Nordöstlich von Dedenitz, knapp vor der Staatsgrenze nach Slowenien, liegt in einem kleinen Wäldchen die insgesamt noch recht gut erhaltene Wehranlage, die auch unter dem slowenischen Namen ‚Želarski dale’ (‚Keuschler-Ried’) bekannt ist. Sie misst etwa 25 m im Geviert, wobei die Grabensohle knapp 1 m unter dem Gehniveau liegt, während die Schanze selbst, von der Grabensohle aus gemessen, noch eine Höhe von 1,60 bis 2,20 m erreicht. Der um das Plateau laufende Wall ist – auch wenn vielfach zerstört – noch gut erkennbar. Der einst zur Schanze gehörige und durch die Regulierung der Kutschenitza unterbrochene Laufgraben verliert sich weiter gegen Norden im dichten Untergehölz und Staudenwildwuchs. (Früher fanden in der Schanze sogar Pferdemärkte statt, die von beiden Seiten der Grenze beschickt wurden, weshalb der hier vorbeiführende Weg auch ‚Kavallerieweg’ hieß). 
Drei weitere Schanzen gegen die Türken- und Kuruzzengefahr konnte K. Kojalek im Augebiet südöstlich von Radkersburg lokalisieren und mit entsprechenden Einträgen in der Josephinischen Karte von 1785 in Zusammenhang bringen. Sie lagen alle an Fahrwegen in Richtung ungarischer, heute slowenischer Grenze, in der Nähe von Brücken über die Kutschenitza bzw. einen Altarm der Mur, wobei sich allerdings nur eine dieser Schanzen heute noch sichtbar erhalten hat (in der KG Laafeld, südlich von Sicheldorf, in der Flur ‚Graben Wiesen’). Durch widrige Bodenverhältnisse und ständiges Überschwemmungsgeschehen ist diese ehemalige Wehranlage aber stark beeinträchtigt und wegen des Wildwuchses auch nur sehr schlecht zugänglich.


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