Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  22 Römersteine in der Pfarrkirche St. Veit am Vogau
(Orts- und Katastralgemeinde St. Veit am Vogau)
     

Öffnungszeiten:
Die Römersteine in der Pfarrkirche St. Veit am Vogau können ganzjährig besichtigt werden.

Kontakt, Anfragen:

Schlüssel im Pfarrhof, eine telefonische Anmeldung unter 03453 2503 wird empfohlen.

Anfahrt:
Pfarrkirche St. Veit am Vogau


GPS-Koordinaten:
N 46.74666
E 15.62551

So finden Sie
die Pfarrkirche St. Veit

Im Zuge von Sanierungsarbeiten in der Pfarrkirche von St. Veit am Vogau (der heutige mächtige spätbarocke Neubau durch Josef Hueber von 1748-1768 ersetzt einen urkundlich 1202 genannten romanischen Vorgängerbau) erfolgte im Frühjahr 2004 im Inneren des Westturms eine kurze archäologische Grabung des Bundesdenkmalamtes (Leitung B. Hebert und I. Mirsch). Dabei konnte im barocken Mauerverband, knapp über dem noch z. T. erhaltenen romanischen Steinmauerwerk, ein hier sekundär als Baumaterial verwendeter Römerstein geborgen werden. Das unten abgeschlagene, an der Rückseite nur grob ausgearbeitete und auch an der Vorderseite infolge der sekundären Verwendung leider stark beschädigte Statuenfragment (erhaltene Höhe wie Breite ca. 60 cm, Tiefe ca. 30 cm) zeigt eine jugendliche männliche Gestalt mit lockigem Haar und Mütze vor einem gefiederten, stark beschädigten Vogelkörper. Ursprünglich diente die Skulptur – bei der es sich wohl um die bekannte mythologische Szene der Entführung des Ganymed durch den Adler des Zeus auf den Olymp handelt – als Dach- oder Giebelbekrönung eines großen Grabdenkmals.
Ein weiterer, bis dahin unpublizierter Römerstein konnte aus dem Mauerwerk eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes des Pfarrhofes geborgen werden. Und zwar das fragmentierte Portrait (erhaltene Höhe 26 cm) einer reiferen Frau mit norischer Haube, das – dem Hintergrund nach – einst den rechten oberen Abschluss einer Grabportrait-Nische bildete.
Beide recht qualitätvollen, wahrscheinlich aus der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts stammenden Stücke, können nun – frisch restauriert – in einem über eine Wendeltreppe zu erreichenden Raum im 1. Stock des Westturms besichtigt werden.


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Gestaltung: Manfred Fassold, Heinz Kranzelbinder
webdesign www.fassold.com

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