Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  13 Römerzeitliche Brunnenfassung im Kurpark
(Orts- und Katastralgemeinde Bad Gleichenberg)
     

Öffnungszeiten:
Die Römerzeitliche Brunnenfassung kann ganzjährig besichtigt werden

Kontakt, Anfragen:


Anfahrt:

Von Graz auf der A2 (Südautobahn) bis zur Ausfahrt Gleisdorf-Süd und weiter auf der B 68 dem Raabtal folgend bis Feldbach. Von dort in südlicher Richtung auf der B 66 bis Bad Gleichenberg. Der Brunnenkranz befindet sich am Ende der Brunnenstraße im Park unmittelbar nordwestlich der Parktherme.

GPS-Koordinaten:
N 46.875417 –
E 15.911983

So finden Sie
die Brunnenfassung

Am Rande des Kurparks von Bad Gleichenberg, in unmittelbarer Nähe der erst vor kurzem (2008) wiedereröffneten Heiltherme, befindet sich ein von den Kurgästen meist gar nicht als solches erkanntes römerzeitliches Denkmal: Eine im weiten Rund (mit einem Durchmesser von über 3 m!) aufgemauerte Brunnenfassung, wobei der aus behauenen Steinen in zwei bzw. drei Lagen errichtete Kranz noch eine Höhe von 50 – 60 cm erreicht. Wie man bei genauerer Betrachtung erkennen kann, entspricht die Krümmung der Steine aber bei weitem nicht dem jetzigen Durchmesser. Deshalb ist wohl davon auszugehen, dass die Blöcke ursprünglich für eine wesentlich kleinere Brunnenöffnung angefertigt wurden. Und tatsächlich, aus dem Bericht von der Auffindung des Brunnens im Jahre 1845 erfährt man, dass der beim Erdaushub für ein Badehaus in 4 m Tiefe entdeckte Brunnenkranz 3 Fuß, also nicht ganz 1 m im Durchmesser maß (bei einer Tiefenerstreckung von zwei Klaftern, also über 3,5 m, wobei die damals noch vorhandenen 13 Steinreihen eine durchschnittliche Stärke von jeweils ca. 25 cm aufwiesen). Am Grunde des Brunnens sprudelte aus einer Felsspalte noch kräftig Quellwasser und beim Heben der untersten Steinlage kamen über 70 römische Kupfer- und Bronzemünzen (aus dem 1.- 3. Jahrhundert n. Chr.) sowie 12 versteinerte Haselnüsse(!) zutage. Die im alten ‚Curhaus’ – auf seinen Fundamenten steht heute der Musikpavillon – ausgestellten Funde, gingen im letzten Kriegsjahr 1945 mitsamt dem Gebäude leider verloren. Aus dem Gedächtnis der Gleichenberger Bevölkerung war der Fund aber anscheinend doch nicht ganz verschwunden, denn als Bad Gleichenberg 1970 ein Gemeindewappen erhielt, war es der Entwurf mit einem römerzeitlichen Krug, der sich aus mehreren Vorschlägen beinahe wie selbstverständlich durchsetzte ...


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Gestaltung: Manfred Fassold, Heinz Kranzelbinder
webdesign www.fassold.com

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