Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  28 Bad Radkersburg: Museum im alten Zeughaus
(Stadt- und Katastralgemeinde Bad Radkersburg)
     

Öffnungszeiten:
Mai – Okt.
Di, Mi, Fr, Sa
14.00 – 18.00;
übrige Zeit nach Vereinbarung.

Kontakt, Anfragen:

Adresse: Emmenstraße 9, 8490 Bad Radkersburg
+43 (0) 3476 3500 10300
Fax: +43 (0) 3476 250938
museum@
stadtbadradkersburg.at

 
www.bad-radkersburg-online.at/museum
/index.html


Anfahrt:
Von Graz auf der A9 (Pyhrnautobahn) in Richtung Slowenien, Ausfahrt Vogau/Straß auf der L 208 (Richtung Bad Radkersburg) nach Gosdorf und weiter auf der Bundesstraße (B69) über Halbenrain nach Bad Radkersburg. Das Museum liegt nördlich des Hauptplatzes in der Emmenstraße 9.


GPS-Koordinaten:
N 46.688750 –
E 15.987517

So finden Sie
das Museum

Das Radkersburger Museum wurde in den Räumlichkeiten des alten (1588 erstmals urkundlich erwähnten) Zeughauses bzw. im ehemaligen Provianthaus – das mit dem Zeughaus durch einen malerischen Säulenarkadenhof verbunden ist – eingerichtet. Es widmet sich vor allem der Stadtgeschichte von Bad Radkersburg, besitzt aber auch einen eindrucksvoll gestalteten Ausstellungsraum zur Ur- und Frühgeschichte der Region. Unter anderem sind hier zwei neolithische Steinbeile aus Klöch und Halbenrain (4./3. Jahrtausend v. Chr.), der 1844 entdeckte urnenfelderzeitliche ‚Hummersdorfer Depotfund’ (mit Lanzenspitzen, Beilen und Sicheln aus Bronze, um 1000 v. Chr.) sowie Keramikfunde aus der spät-urnenfelderzeitlichen Höhensiedlung auf dem Königsberg bei Tieschen (8. Jahrhundert v. Chr.) zu sehen  (Webstuhl-gewichte, Schalen, Spinnwirtel, Tonspule, Replik eines ‚Feuerbocks’, …).
Aus der Hallstattzeit (750 - 500 v. Chr.) stammt der ‚Kultwagen von Radkersburg’, ein recht kurios (unter Verwendung eines Helms als Schale und einer Fleischgabel als Deichsel!) von M. Prangl rekonstruierter Kult- oder Kesselwagen. Er stammt aus einem 1830 bei der ehemaligen städtischen Ziegelei in Kerschbach/Črešnjevci (in der heutigen Gemeinde Gornja Radgona in Slowenien) entdeckten Grabhügel. Die übrige aus diesem ‚Radkersburger Fürstengrab’ stammende reiche Ausstattung (ein nahezu kompletter Waffensatz sowie Gebrauchsgegenstände aus Bronze und Ton) wurde leider verkauft und in alle Winde zerstreut, sodass sie heute (bis auf ein Vollgriffschwert im Budapester Nationalmuseum) nur mehr in Zeichnungen überliefert ist.
Bereits aus der Römerzeit stammen die Grabbeigaben aus den beiden norisch-pannonischen Hügelgräberfeldern ‚Grössinger Tanner’ bei Tieschen und ‚Hutweide’ bei Hummersdorf (Dreifußschalen, Töpfe, Glasgefäße, …).
Zu den wertvollsten Objekten der Schausammlung zählt schließlich auch einer der berühmten, vom 5. bis ins 2./1.Jahrhundert v. Chr. zu datierenden sog. ‚Negauer Helme’. Er stammt aus einem insgesamt 26 Bronzehelme umfassenden Depotfund, den ein der Herrschaft Negau untertäniger Bauer im Jahre 1811 in Ženjak (Schönjak) tätigte. (Der Großteil der heute noch existierenden 23 ‚Negauer Helme’, deren besondere Bedeutung auch darin liegt, dass sie teilweise Inschriften – im nordetruskischen Alphabet? – aufweisen, befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien bzw. im Landesmuseum Joanneum in Graz, je ein Exemplar kam nach Ljubljana, Berlin und München.)

 


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