Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  17. Römerzeitliche Brunnenfassung
im Kurpark von Bad Gleichenberg

(Orts- und Katastralgemeinde Bad Gleichenberg)
     

Öffnungszeiten/
Kontakt:

Die römerzeitliche Brunnenfassung im Kurpark von Bad Gleichenberg kann ganzjährig besichtigt werden.

Anfahrt:

Von Graz auf der A2 (Südautobahn) bis zur Ausfahrt Gleisdorf-Süd und weiter auf der B 68 dem Raabtal folgend bis Feldbach. Von dort in südlicher Richtung auf der B 66 bis Bad Gleichenberg. Der Brunnenkranz befindet sich im Park unmittelbar nordwestlich der Parktherme bzw. südwestlich des pavillonartigen Brunnenhauses (seit 2012 ‚Curmuseum‘), am Ende der (hier zusammentreffenden) Oberen bzw. Unteren Brunnenstraße.

GPS-Koordinaten:
N 46.875337° –
E 15.912198°

So finden Sie
die Brunnenfassung

Bei dem am Rande des Kurparks von Bad Gleichenberg, zwischen Heiltherme und ‚Curmuseum‘ gelegenen, gut einen halben Meter hohen Steinkranz handelt es sich um ein von den Kurgästen meist gar nicht als solches erkanntes römerzeitliches Denkmal: Eine im weiten Rund (mit einem Durchmesser von über drei Metern) aus behauenen Steinen in zwei bzw. drei Lagen aufgemauerte Brunnenfassung. Wie man bei genauerer Betrachtung erkennen kann, entspricht die Krümmung der Blöcke aber bei weitem nicht dem jetzigen Durchmesser, weshalb wohl davon auszugehen ist, dass die Steinblöcke ursprünglich für eine wesentlich kleinere Brunnenöffnung angefertigt worden waren. Und tatsächlich, aus dem Bericht von der Auffindung des Brunnens im Jahre 1845 geht hervor, dass der beim Erdaushub für ein Badehaus in vier Metern Tiefe entdeckte Brunnenkranz drei Fuß, also nicht ganz einen Meter im Durchmesser maß (bei einer Tiefenerstreckung von gut dreieinhalb Metern, wobei die damals noch vorhandenen 13 Steinreihen eine durchschnittliche Stärke von jeweils ca. 25 Zentimetern aufwiesen).
 
Am Grunde des Brunnens sprudelte aus einer Felsspalte noch kräftig Quellwasser und beim Heben der untersten Steinlage kamen über 70 römische Kupfer- und Bronzemünzen (aus dem 1. – 3. Jahrhundert n. Chr.) sowie zwölf (durch das Mineralwasser) versteinerte Haselnüsse (!) zutage.
 
Die im alten ‚Curhaus’ – auf seinen Fundamenten steht heute der Musikpavillon – ausgestellten Funde, gingen im letzten Kriegsjahr 1945 mitsamt dem Gebäude leider verloren. Aus dem Gedächtnis der Gleichenberger Bevölkerung war der Fund aber anscheinend nicht ganz verschwunden, denn als Bad Gleichenberg 1970 ein Gemeindewappen erhielt, war es der Entwurf mit einem römerzeitlichen Krug, der sich aus mehreren Vorschlägen beinahe wie selbstverständlich durchsetzte ...


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Gestaltung: Manfred Fassold, Heinz Kranzelbinder
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