Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  25. Hügelgräberfeld ‚Silberberg’ bei Entschendorf
(Marktgemeinde St. Peter am Ottersbach,
Katastralgemeinde Entschendorf)
     

Öffnungszeiten/
Kontakt:

Das Hügelgräberfeld ‚Silberberg‘ bei Entschendorf kann ganzjährig besichtigt werden.

Anfahrt:
Auf der A9 (Pyhrnautobahn) von Graz in Richtung Slowenien bis zur Ausfahrt Vogau/Straß und weiter auf der L 208 Richtung Bad Radkersburg. Bei Weinburg am Saßbach auf die L 269 (Weinburgstraße) und in nordöstlicher Richtung bis Wittmannsdorf, wo man das Ottersbachtal erreicht. Nun auf der L 203 in nördlicher Richtung über St. Peter am Ottersbach nach Entschendorf, wo man kurz nach dem Ortsende (bei Haus-Nr. 42) nach links der Tafel ‚Silberberg’ folgend abbiegt. Auf dem Silberbergweg ca. 300 m leicht bergan gelangt man am Ende der asphaltierten Straße (kurz vor dem Haus-Nr. 44) linkerhand zu einer Hackschnitzel-Halle, wo ein geschotterter Waldweg beginnt. Nach ca. 50 m rechts im Wald über ein kleines Rinnsal, wo nach weiteren ca. 100 m in nördlicher Richtung das Hügelgräberfeld liegt.


GPS-Koordinaten:
N 46.818369° –
E 15.757008°

So finden Sie
das Hügelgräberfeld

Etwa zwei Kilometer nördlich des Marktes St. Peter am Ottersbach befindet sich auf einem Ausläufer des Höhenrückens zwischen Sassbach- und Ottersbachtal das kleine Hügelgräberfeld ‚Silberberg’, das seit 1997 unter Denkmalschutz steht. Es besteht aus acht heute noch sichtbaren Hügelgräbern, die in einem Wald an einer Geländekante liegen, wobei der sich sonst nur eher mäßig, gegen Osten (Richtung Ottersbach) neigende Hang hier relativ steil nach Norden in den ‚Wintergraben‘ abfällt. Zwei der Gräber befinden sich in diesem Steilhang und sind deswegen auch bereits stark deformiert bzw. abgeschwemmt, während man die restlichen sechs Hügel durch Größe und Form leicht als Hügelgräber erkennen kann. Sie erreichen Höhen von einem Meter bis zu eineinhalb Metern und Durchmesser zwischen fünf und neun Metern. Zwei der Hügel weisen ältere Grabungsspuren auf.
 
Die Vermutung, dass es sich bei diesen in topographisch exponierter Lage dicht nebeneinander liegenden Grabhügeln um ein norisch-pannonisches Hügelgräberfeld handelt, wird auch durch römerzeitliche Lesefunde nahegelegt. Sie traten auf einem ca. 100 Meter weiter östlich, in Richtung Talboden des Otterbaches gelegenen Acker zu Tage und zeigen wohl eine ursprünglich mit dem Gräberfeld in Verbindung stehende Siedlungsstelle an. Aufgesammelt werden konnten dort zahlreiche Keramikbruchstücke sowie das Fragment eines Tubulatur-Ziegels, wie er bei römerzeitlichen Wandheizungen (zum senkrechten Durchzug der erwärmten Luft in der Wand) Verwendung fand.



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