Steirisches Vulkanland - Archäologie

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  36. Areal der ehemaligen ‚Türkenschanze’ bei Gruisla
(Marktgemeinde Klöch, Katastralgemeinde Gruisla)
     

Öffnungszeiten/
Kontakt:

Das Areal der ehemaligen ‚Türkenschanze‘ bei Gruisla kann ganzjährig besichtigt werden.

Anfahrt:
Auf der A9 von Graz in Richtung Slowenien bis zur Ausfahrt Vogau/Straß und weiter auf der L 208 (bzw. ab Gosdorf auf der B 69) ostwärts bis Bad Radkersburg. Von dort auf der L 204 (Radkersburgerstraße) nach Norden (Richtung Fehring) knapp 10 km bis Gruisla, wo man, der Tafel ‚Gruisla-Dorf’ folgend, von der Hauptstraße rechts abbiegt. Auf der in Kurven bergab führenden Straße (‚Ringelstraße‘) erreicht man nach gut 500 m, bei der Einmündung in die Dorfstraße Gruisla, den linkerhand erhöht gelegenen Fundplatz (gegenüber der Straße eine ebenfalls etwas erhöht liegende kleine Kapelle).


GPS-Koordinaten:
N 46.773672° –
E 15. 982505°

So finden Sie das Areal der ehemaligen Türkenschanze

Auf dem steil abgeböschten, spornartigen Hügel, der sich südlich des Ortskerns von Gruisla und westlich oberhalb der Flur ‚Kogeläcker’ erhebt, stand allem Anschein nach einst ein Wehrbau oder wehrhafter Hof. Heute ist auf dem an seinem Nord- und Ostrand dicht bewaldeten Hügel nur mehr eine erst aus jüngerer Vergangenheit stammende kleine Holzhütte zu sehen, während sich am oberen westlichen Ende des Hügels ein bäuerliches Gehöft befindet.
 
Der auf diesem markanten Hügelsporn vermutlich einst bestehende Wehrbau verdankte seine Errichtung wohl den Verteidigungsmaßnahmen, die durch die Türken- bzw. Kuruzzenüberfälle nötig geworden waren. Im ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts, als die ‚Türkengefahr‘ bereits gebannt war, hatte die östliche Steiermark noch stark unter den sog. Kuruzzenkriegen zu leiden, bewaffneten anti-habsburgischen Aufständen im Königreich Ungarn, in deren Folge das ungeschützte Land mehrmals Überfällen und Verwüstungen ausgesetzt war.
 
Durch einen Abschnittsgraben (den heute die Dorfstraße Gruisla einnimmt) wird der sich in einer Länge von ca. 100 Metern von West nach Ost erstreckende Hügel von einem östlich davon gelegenen, heute abgeflachten Hügel getrennt. Dieser vorgelagerte Hügel weist eine Länge von ca. 65 Metern (in nordsüdlicher Richtung) und eine Breite von ca. 35 Metern (von West nach Ost) auf. Heute steht hier eine hoch aufragende kleine Kapelle, die im Sockelbereich mit der Jahreszahl 1876 bezeichnet ist.
Wie der ‚sprechende’ Name der angrenzenden Flur ‚Kogeläcker’ verrät, könnten sich auf den noch weiter östlich gelegenen Ackerflächen im unteren Hangbereich (im Übergang zur Talterrasse südöstlich des Ortskerns von Gruisla) einst Hügelgräber befunden haben. Durch die Beackerung der Felder wurden sie aber längst eingeebnet und sind deshalb heute auch nicht mehr sichtbar.


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